Samstag, Mai 12, 2007

Höhen-Adaptation

So ganz hat es mit meiner Höhenadaptation nicht geklappt. Vielleicht war es auch einfach zu vermessen, zu glauben, innerhalb von 7 Tagen auf Höhen von 5200m gehen zu können. Dabei gehöre ich doch gar nicht zur Hauptrisiko-Gruppe (Kinder, Alte!). Jedenfalls bedurfte es in der Nacht am Base-Camp einer pharmakologischen Intervention (Diclophenac), um die Kopfschmerzen in den Griff zu bekommen. Es ist schon erstaunlich, wie schlapp man sich, selbst bei den geringsten Aktivitäten, schon auf 3600m (Lhasa) fühlt. Innerhalb der ersten 5 Tage nahm die Leistungsfähigkeit zwar kontinuierlich zu, bei dem vielen Treppen-Steigen in den einzelnen Tempeln/Klöstern wurden einem doch relativ zügig die Grenzen aufgezeigt. Das schlechte Gewissen, doch endlich einmal etwas für den Körper zu tun, wurde immer größer (Hallo Tilo!). Mit dem Verlassen von Lhasa und damit der Aufstieg (schönes Wort, Auffahrt wäre natürlich genauer) auf letztendlich 5200m führte immer zu einer ‚Schwäche’ bei der Ankunft und einer vermeintlichen (?) Kompensation am Morgen der Abfahrt. Wobei die Belastungen insgesamt schon immer sehr niedrig waren. Mit der Ankunft an der Chinesisch-nepalesischen Grenze (Zhangnu 2800m??) konnte die neu gewonnene Kondition aus dem Höhenlager perfekt getestet werden: Es handelt sich bei Zhangnu um ein Straßendorf, das sich ohne Nebenstraßen mehr als einen Kilometer lang, Serpentienen-förmig den Gebirgshang entlang bis zum Zoll-Posten hinunter wendet. Unser nicht ganz so tolles Hotel war nur 50m vom Grenzposten entfernt, so dass man durch das ganze Dorf bergauf gehen musste. Und siehe da, dank Höhen-Training alles kein Problem. Die Frage ist natürlich, wie lange das Konditions-Wunder anhält... Jetzt in Katmandu war das Schleppen der Rücksäcke jedenfalls noch gar keine nennenswerte Aufgabe! Das sah bei Abflug in Hamburg noch anders aus...

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