Dienstag, Mai 15, 2007

Und dann erwischte es mich doch

Nachdem wir in Kathmandu angekommen waren und zumindest unser Nobel-Hotel uns suggerierte wir seien wieder in einer uns vertrauteren Welt, muss ich wohl etwas leichtsinnig geworden sein. Anfänglich schob ich das flaue Gefühl im Magen, die Schweißausbrüche und meinen nicht so ganz stabilen Kreislauf noch auf das unerwartete subtropische schwüle Klima mit fast 100% Luftfeuchte. Aber nachdem alles was ich aß, in rekordverdächtiger Zeit als fast klare Flüssigkeit wieder zum Vorschein kam, musste auch ich mir eingestehen, dass das wohl so nicht ganz richtig sein konnte. In Kathmandu hatte ich meinen Körper noch halbwegs im Griff, schließlich wollte ich ja auch noch was von der Stadt sehen. Der nicht ganz strapazenfreie 'Trippel-Stopp-Rückflug' gab mir dann den Rest und die letzten 2 Tage in Shanghai bewegte ich mich kaum mehr, außer vom Bett zum Bad (gelobt sei die Nobel-Suite mit super Klimaanlage) und wieder zurück. Die Gedanken über Dehydratation und Hypokaliämie wollte ich lieber gar nicht erst in meinen Kopf kommen lassen. An den Rückflug gar nicht erst zu denken... So quälte ich mich vom Heimflugtag um 05:00 aus dem Bett, überstand eine letzte Taxifahrt im Santana 2000 (vorbei an einem Taxiunfall eines Santana 2000, unser Fahrer gestikulierte, zeigte auf den Unfall, sein Gesicht sah sogar kurzzeitig besorgt aus, nur um dann wieder die Gunst der frühen Sonntagmorgen-Stunden zu nutzen und mit 120km/h durch die Stadt zum Flughafen zu brettern... Komisch, aber meine Angst vom Anfang der Reise war wie weggeblasen, vermutlich hat sich irgendwann ein Fatalismus in meine Gedankenwelt eingeschlichen) und kontaminierte nachdem wir am Flughafen in Pudong erfahren hatten, dass unsere Maschine erst 2,5h später abfliegen würde so ziemlich jede Toilette. Einen kurzen Gedanken verschwendete ich dann noch an meine armen Mitfliegenden, aber zu meinem erstaunen sistierte die Symptomatik sobald meinen geschundenen Gedärmen westliches Essen zugeführt wurde (und wenn es nur eine nicht schmeckende vegetarische Ravioli-Portion war). So gestaltete sich der Rückflug insgesamt eher angenehm. Das Flugzeug war nicht so voll... Mirko wechselte mit meiner Zustimmung in die Business-Class und ich hatte 2 Sitze (zum Rumhibbeln) zur Verfügung und außerdem ein spannendes Buch: 'Doctor on Everest'. Nach 11h landeten wir dann in Amsterdam, wo wir dieses mal nur 1,5h auf den umgebuchten Flug warten mussten. Um 19:40 hatten wir dann wieder hamburgischen Boden unter den Füssen und beschlossen besser unabhängig durch den Zoll zu marschieren... aber da gab es keine Probleme. Nach einem herzlichen Empfang (durch Ann-Katrin, Daniel und Heinz), wurden wir alsbald mit frischem Spargel gesättigt (Danke..., das tat sooooooooooo gut!!!) und hatten das Gefühl wieder zu Hause angekommen zu sein.

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