Sonntag, Dezember 02, 2007

Die ‚Safety Zone’

Das mit dem in die Metro Ein- und Aussteigen funktioniert immer noch auf die gleiche Art und Weise: In dem Moment wo sich die Türen öffnen versuchen die im Wagon Befindlichen auszusteigen und die auf dem Bahnsteig sofort in selbigen zu gelangen. Damit man für den Kampf nicht gänzlich falsch postiert ist, befinden sich auf dem Bahnsteig schon die entsprechenden Markierungen, wo man zu warten hat bzw. (viel wichtiger) wo die Leute aussteigen werden. Eigentlich sind diese Markierungen gar nicht nötig, da nicht nur die Wagons der Metro, sondern auch er Bahnsteig Schiebetüren hat. Die Bahn hält somit immer an genau der gleichen Stelle. In der Regel gehen dann die Türen am Wagon einwenig eher auf, so dass die ‚Insassen schon einwenig vorquellen können. Der Kampf ist dann eröffnet, wenn auch die Bahnsteigtüren öffnen. Nach diesem wirklich unwürdigen Gedrängele bleibt der Betreter des Wagons natürlich mit Erreichen seines Ziels sofort stehen, was kümmern ihn denn die Personen hinter ihm?!? So kommt es dann zu einem Stau im Bereich der Türen und zu weiten Leerständen im Gang dazwischen. Erst wenn der Zug sich wieder in Bewegung gesetzt hat und sich die ersten Menschen für eine Ausstiegsposition an der nächsten Station positionieren kommt es zu einem erneuten Umsortieren (und natürlich Jagd auf die Sitzplätze (aber auch da hat sich seit Mai einiges Getan: Ich habe gesehen, wie ein Chinese für einen älteren Chinesen aufgestanden ist! Der Dritte, der sich dann den Platz ‚angeln’ wollte hat die gesamte Hasstriade des Wagons abbekommen und ist tatsächlich wieder aufgestanden damit der Alte sich setzten konnte! Unglaublich!!)).
Aber zurück zum Bahnhof: Da sind sie nun die frisch angekommenen und strömen in Richtung Ausgang. Die ist meistens erst mit einer Treppe und dann einem ‚Exit-Gate’ Verbunden. Auch wenn der Pfropfen Mensch vor den Treppen riesig und die Kompression nicht unerheblich ist, hört das Drängeln auf der Rolltreppe (und nur auf der Rolltreppe, danach und auf der parallel verlaufenden Treppe wird weiter gedrängelt) schlagartig auf. Wie in einer anderen Welt steht man wie versteinert auf den überdimensionalen, sich wie magisch bewegenden Treppenstufen. Und keiner versucht die Geschwindigkeit seines Fortkommens durch einen Marsch über die Rolltreppe zu bescheunigen. Man befindet sich in der ‚Safety Zone’. Wie angenehm!

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