Dienstag, Oktober 24, 2006

Wieder einmal das liebe Essen, oder 'Instant Noodle Delux'

Im Instant ‚Non-Fried Noodles’ Chemiebaukasten ‚Shanghai First Food Store’ habe ich eine ‚Instant-Suppe’ mit der Aufschrift ‚Non-Fried Noodle’ gefunden, die erst einmal durch den Preis von EUR1,20 gegenüber den sonst üblichen EUR0,35 auffiel. Nachdem ich beim nächsten Carrefour abgeklärt habe, dass der Inhalt der teueren Packung doch ein anderer, als der der billigen ist, habe ich zugeschlagen. Frei nach ‚Instructions Included’ dachte ich an nichts böses, war dann aber doch von der mehrstufigen Anweisung überfordert. Zubereitungshinweise ‚No-Fried Noodles’ Aber wozu hat man Studenten: Die konnten sich über die Zubereitung allerding nicht so richtig einigen, einig war man sich nur, dass es ganz einfach ist. Entsprechend dem Vorgehen in den Nudelküchen, in denen die Nudeln erst in (Salz-)Wasser, eigentlich mehr Nudel-Wasser, zubereitet und in die Schüssel aufgefüllt werden und die Brühe abschließend dazugegeben wird, sei das mit der ‚Instant Noodle Zubereitung’ anders: Den Deckel zur Hälfte offnen und den mittlerweile üblichen kleinen Chemiebaukasten mit 3 Tütchen entnehmen. Der Inhalt der Tüten: In einer ist gefriergetrocknetes Fleisch und Gemüse, in einer anderen Gewürz-Pulver (bei der teuren Version angeblich ohne Natriumglutamat) und in der letzten eine Gewürzpaste, die an Hühnerbrühe-Paste erinnert. Laut Angabe der Übersetzer nun nacheinander die Tüten über den Nudelblock verteilen und dann mit 500ml richtig heißem, d.h. kochendem, Wasser übergießen. Deckel zurückklappen und mit irgendetwas beschweren, so dass kein Dampf aus dem ‚Topf’ entweichen kann. 3min. warten, Deckel abreißen und die Suppe mit Stäbchen(!!) essen. Eigentlich bleibt die Brühe übrig, zumindest die Fleischstücken sollte man noch herauspicken…
Zwar habe ich keinen Doppelblind-Versuch durchgeführt, aber nach dieser Edel-Suppe habe ich noch den Vorrat meiner Billig-Suppen aufgebraucht (klingt gut, war aber nur noch eine). So etwas ist jetzt kaum noch genießbar: Es schmeckt nach Plastik.
Im ‚Shanghai First Food Store’ habe ich auch einzeln abgepackte Hühnerfüße gesehen. Die Studenten sagen, sie würden so etwas essen. Jetzt habe ich zwei für EUR0,22(!) gekauft. Ich werde berichten!

7 Comments:

Blogger Claus said...

Hallo Mirko,

abgepackte Hühnerfüße? Das klingt mir doch verdächtig nach DER MITBRINGSELIDEE für die lieben Verwandten! Weihnachten rückt näher und so...

Claus :-)

7:26 vorm.  
Blogger Joachim said...

Ich wußte es...irgendwann wirst Du nicht wiederstehen können und Dir Hühnerfüße antun (gibts ja mittlerweile in jedem zweiten Chinamann in Hamburg auf der Karte, und sei es nur um die "Authenzität" zu erhöhen), aber die echte Herausforderung sind da doch eher die Hühnerköpfe...lecker an einer kleinen Gemüsebeilage oder mit Instant-Nudeln. Was mich sehr beruhigt ist die Tatsache das Du nicht nur eine Quelle für Kalorien gefunden hast, sondern mittlerweile auch den "Gourmetfaktor" einbeziehst. Es war eben immer schon etwas teurer einen guten Geschmack zu haben ;-)

Wir warten alle begierig auf den Bericht (mittlerweile der halbe Marienhof)...

8:30 vorm.  
Blogger mj said...

Wie ich mittlerweile weiß handelt es sich bei der einen Packung um Hühnerfüße, bei der anderen um Entenfüsse. Ganz hoch im Kurs stehen auch die Entenzungen...

10:08 vorm.  
Blogger Katharina said...

Hallo Mirko,

was um Himmels willen kann man
an einem Hühnerfuß oder an einem
Hühnerkopf überhaupt essen?

Oder hat es dem gleichen Effekt
wie die Knochen beim Hund:
Gebißpflege und Überwindung von Langeweile....

12:06 nachm.  
Blogger Joachim said...

Gebißpflege find ich gut...dann knabber mal los

12:09 nachm.  
Blogger Joachim said...

Hah...jetzt sind wir wieder "drin"...auch von zu Hause! Dank und Verneigung an den großen, ach was größten aller Meister [/geschleime]...hat super geklappt, Danke!

1:18 nachm.  
Blogger mj said...

Du solltest also Doch einen kleinen Gedanken an eine Notstromversorgung investieren...

7:48 vorm.  

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