Mittwoch, November 15, 2006

Taxi-fahren (mit dem 3-Sterne-Taxi)

Eigentlich ist es ja das Paradies auf Erden: Man ruf sich ein Taxi, sagt dem Fahrer, wo es hingehen soll und wenn man ankommt kostet die Fahrt ein paar Pfennige. Ganz so billig ist es hier nicht und das mit dem Ankommen hat auch so seine Tücken: Gestern bin ich mit einem 3-Sterne Taxi-Fahrer gefahren. Nicht dass der etwa auch nur einen Brocken Englisch konnte, er hatte ein gepflegtes Auto und sein Gesicht stimmte zur Abwechslung einmal mit dem Foto auf der (3-Sterne-)Karte überein. Was unterscheidet ein 3-Sterne-Taxi-Fahrer, von einem ohne? Die Routenwahl: Mittlerweile kenne ich die 10+ Wegeführungen von der Universität zum Hotel, dachte ich zumindest. Der 3-Sterne-Mann lehrte mich eines besseren und konnte es auch noch erklären: Er fuhr die Schnellstraße bis zur Inneren-Ringlinie und fuhr dann dort den Drittelkreis, bis zum Hotel. Mittels Armaturentafel-Zeichnungen erklärte er, wieso das kürzer ist: Bei ‚Middle-‚ und ‚Outer-Ring-Road’ sein viel die Bögen viel zu lang und mein Hotel liege doch an der ‚Inner-Ring-Road’. Clever dachte ich: 3-Sterne halt, zumindest bis er mit 100km/h, in der 60km/h Zone, an der Ausfahrt zum Hotel vorbeiraste. So habe ich das Stadion auch einmal von Süden gesehen, die nächste Ausfahrt, die er nehmen wollte, kam dann erst 5km später. Der 3-Sterne-Mann sah, dass er einen Fehler gemacht hatte, schnallte das Taxameter nach oben und damit auf aus und schaltete die ‚FREI’-Lampe ebenfalls aus. Wir sind dann nicht etwa wieder auf die ‚Elevated Inner-Ring-Road’ gefahren, sondern haben uns 20min beim Finden des Rückwegs durch Einbahnstraßen und Sackgassen köstlich amüsiert. Ob wir über das gleiche schmunzelten und lachten sei mal dahingestellt.

3 Comments:

Blogger Joachim said...

Kommunikation mal anders, aber schön wenn man auch mal einen kompetenten Taxifahrer trifft, oder? Auch bei den deutschen Taxifahrern hat man ja nicht immer das Gefühl die gleiche Sprache zu sprechen...

6:33 nachm.  
Anonymous Anonym said...

...kleine Umwege sollten den Weltenbummler doch nicht stören...

Ja, nachdem wir lange nur stille Leser waren, nun doch ein hallo aus dem Dodo-Fanblock Hamburg! Mit totem oder gar ausgestorbenem Getier kannst Du uns nicht schocken, aber das von Dir vormals beschriebene halbtote Zombie-Zeug von den food markets käme mir nicht in den Kochtopf...

Aber - bei all den dishes: Wo bleibt der Bericht über große Schüsseln und Antennen?

LG A&S

8:11 nachm.  
Blogger mj said...

Erster Teil der Antennen-Story kommt gleich, aber mit einem etwas anderen Titel...

1:23 vorm.  

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