Donnerstag, Mai 03, 2007

Wir fahren Bus

Nachdem wir für den Hinweg ins Museum ein Taxi genommen haben. Keine Angst, wir waren schlau und haben den Portier des Hotels den Preis vorher festlegen lassen (ganze 10Yian [1EUR]), so dass wir diesmal halbwegs relaxt (soweit das halt die hiesige Fahrweise zulässt) beim Tibet Museum ankamen. Danach wollten wir eigentlich noch zum Sommerpalast des Dalai Lama (Norbulinka), aber die wollten von uns Langnasen 120Yian Eintritt, was uns einfach nicht angemessen erschien, zumal alle anderen nicht mal 10 zahlten [Das ist der Zusatzverdienst der Karten-Verkäufer!]. So beobachten wir noch ein wenig das Treiben um die Verkaufsstände und machten uns dann auf den Rückweg. Mittlerweile fühlten wir uns nicht nur Höhen- sondern auch Lasa-Adaptiert, so dass wir uns einer neuen Herausforderung stellten... dem Busfahren. Nach 15min. hatten wir dann so etwas wie eine Bushaltestelle gefunden und studierten den ziemlich vergilbten Streckenplan (ein auf große Strassen reduzierter Stadtplan mit verschiedenfarbigen Buslinien und deren Nummern). Mit einiger Selbstzufriedenheit spähten wir unsere in frage kommenden Busnummern aus (102, 105) und warteten. Den vorbeifahrenden Taxis kehrten wir demonstrativ den Rücken zu. Nach ca. 10min., in denen uns etliche Busse mit den Nummern (201, 202,204, 98) passiert hatten und sich die Nummern 202 und204 nun schon des Öfteren wiederholten, beschlossen wir unser Glück einfach mit dem Bus 202 zu versuchen. (Man stelle sich die Busse als 10-Sitzer plus Stehgelegenheit vor. Eine Frau öffnet per Handzug die seitliche Falttuer und kassiert beim Aussteigen [eigentlich beim Einsteigen, aber wie sollten wir ihr unser Ziel mitteilen?] den entsprechenden Fahrpreis (2Yian für uns zwei). Wir kamen tatsächlich an unserem Hotel an. Das Aussteigen erfolgte wie das Einsteigen eigentlich auch per Handzeichen... Alles ohne Probleme. Fazit: Bus ist eine gute Taxialternative. Suche nie eine Bushaltestelle... tut einfach nicht Not [außer man muss die Nummer erst herausfinden!]. Und nehme einfach den erstbesten Bus der kommt!!!

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3 Comments:

Blogger Ann-Katrin said...

Ich fand öffentliche Verkehrsmittel in anderen ländern schon immer sehr spannend. Und irgendwie hört es sich fast an als wäret Ihr schon kleine L(h)asa Experten. Versteckte Internet Cafes, den Tricks der Taxifahrer nicht mehr ausgeliefert und bereits versierte Busfahrer. Wahrscheinlich seid ihr jetzt so trainiert, dass ihr auch in Afrika und Südamerika zurecht kämt. und insgesamt hört es sich an , als sei auch Mirkos Erkältung besser und das Höhentraining abgechlossen ? Glückwunsch

11:32 vorm.  
Blogger sb said...

Na besser wuerde ich seine 'Ruesselpest' noch nicht bezeichnen. Nachdem wir schon mehrmals um vorzeitige Erneuerung der Toilettenpapierrolle (schoenes Wort)ersuchen mussten (Nein,nicht DESHALB, sondern als Taschentuch-Ersatz), haben wir mittlerweile im 'Supermarket'(so bezeichnet sich hier ein Laden, der einen unserer Kueche entsprechenden Grundriss als Verkaufraum aufweist)Taschentuecher gefunden (von der Groesse allerding eher fuer die hiesige Bevoelkerung geeignet)

12:08 nachm.  
Blogger Uschi said...

Zum Thema öffentliche Verkehrsmittel: Ihr könnt Euch glücklich schätzen dass es dort Busse mit Plätzen der Größenordung "zehn" zu finden sind. In Kenia sind die Busse zum Bersten gefüllt, Hund, Katze, Maus und auch Menschen wie schwarz, weiss,rot sowie Massais, stehend, sitzend, an den Türen hängend und an die Stoßstandge geklettet. Dort benutzt man um auszusteigen den Keniashilling und klopft an irgendein Gestänge und siehe da der Bus hält an! Ein wahres Erlebnis, das schafft Ihr sicherlich zu einem späterem Zeitpunkt. Ansonsten seit Ihr wie ann-kathrin schon sagte richtig gut drauf mit Bus, Taxi, Internet Cafe etc. Wir sind stolz auf Euch!!!

12:53 nachm.  

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