Donnerstag, April 26, 2007

Bye-Bye ‚Softsleeper’ and hello Tibet (dritter Anlauf)

Wie schon vermutet waren auch heute morgen keine Train-Tickets [Bahn-Fahrkarte] und sonstige Papiere am Hotel-Empfang für uns hinterlegt, aber den Weg zu Steven [Tibet Travel Eggspert] fanden unsere Füße schon fast von selbst... Dort herrschte erst Mal kurze Konfusion bis sich Steven fand, der verschwand jedoch gleich wieder, um nach 15min. mit der Nachricht wieder zu kommen, dass wir die Tickets erst in 2h hier abholen könnten. Okay, No Problem. Wir hatten ja nicht wirklich mit einem sofortigen Erfolg gerechnet. Also erstmal los Richtung Restaurant-/Hotel-Ausstatter: Mirko lag mir seit Ankunft mit dem Wunsch nach dem Erwerb eines ‚Hackebeils’ in den Ohren [ich sage nur: ‚Braised Chicken Wings’] ...ob ich mir Sorgen machen muss, aber soviel ich weiß hat er hier zumindest keine fiesen ‚Connections’ zu irgendwelchen Krematoriums-Betreibern...(Kleiner Tipp: lasst Euch besser nie mit einem Rechtsmediziner ein). Nachdem Mirko wohl schon vor einem halben Jahr fast einen Tagesausflug daraus gemacht hatte, fanden wir auch den Großhandel relativ zügig [Bebauung in zweiter Reihe in einem landestypisch bebautem Viertel, da darf man schon einmal mehr auf die Karte gucken müssen!]. Der Weg hin und zurück führte uns dann durch das echte Shanghai. Fernab des Glamour und der Glitzermeilen dahin, wo das richtige Überleben vorherrscht. Gestern hatte Mirko mich gefragt, was mich denn bisher am meisten Beeindruck hat? Genau dieser unvereinbare Kontrast Tür an Tür. Das hat mich doch umgehauen, ob die wissen was sie da tun, wenn sie solches Sozial-Gefälle auf engsten Raum zulassen? [Nicht umsonst hat Maos Weg in Shanghai begonnen, solche Kontraste gibt es hier schon seit Generationen!] Jetzt sitzen wir im Park, mümmeln Sandwichs (ja ich wagte mich tatsächlich erneut in die vormals beschrieben ‚Bakery & Cakes’ Filiale und nahm ein Sandwich in meinen Besitz, hielt es der Kassieren dann einfach vor die Nase (man ist schließlich lernfähig). Mit Genugtuung wurde es gerade verspeist – geschmacklich gesehen, hat sich der Aufwand jedoch nicht gelohnt). Im Übrigen warten wir immer noch auf die Tickets, nachdem wir nach 3h wieder bei Steven anfragten, meinte er jetzt was von ‚half an hour’ und wenn wir nicht gestorben sind, dann warten wir noch immer.

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Mittwoch, April 25, 2007

Bye-Bye ‚Soft-Sleeper’ and Hello Tibet (Zweiter Anlauf)

Montagmorgen, nach dem freiwilligen Verzicht auf das ‚Inclusive Frühstück’ [es ist auch genauso, wie man sich ein solches Frühstück vorstellt!] fanden wir uns um 10:00Uhr bei Steven, dem ‚Travel Expert’ ein. Innerhalb von 30min, hatte Mirko alles mit ihm ausgehandelt, was wir uns so vorgestellt hatten: Statt erst am 1.Mai mit den ‚Anderen’ (wer und wie viele das auch immer sein mögen) per Flugzeug anzureisen, fahren wir, wie von uns beabsichtigt, mit dem Zug und damit wir uns noch etwas Akklimatisieren können, geht es schon am 27. April los. Jedoch mussten wir Steven versprechen, dass wir nicht auf eigene Faust losziehen, sondern schön in Lhasa auf die Gruppe warten. Einzig der ‚[Delux-]Soft-Sleeper’ musste, im wahrsten Sinne, der harten Realität weichen und wurde zum ‚Hard-Sleeper’..., woraufhin Mirko und ich beschlossen, die noch für die Tibet-Tour benötigten Schlafsäcke, doch schon hier in Shanghai zu erwerben und nicht erst in Lhasa. Aber so was kann uns ja nicht erschüttern??? Im Übrigen sollten heute die Reiseunterlagen für uns hier abgegeben werden, was allerdings bisher noch nicht geschah (ist ja auch erst 22:30) [Hej, wir sind hier in China und nicht in Deutschland]. Also dann freut Euch schon mal auf den ‚Dritten Anlauf’, aber wir haben ja noch 40h bis zur Abfahrt...

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Bye-Bye ‚Soft-Sleeper’ and Hello Tibet (Erster Anlauf)

Eine kleine Geschichte unserer Organisiertheit oder es lebe ‘The Master of Organisation’. Am Ankunftstag begaben wir uns, kaum von der ‚Kamikazefahrt’ (OK, das waren die aus dem anderen Fernöstlichen Land) halbwegs erholt auf den Weg zum ‚Tibet Travel Experts’, wo wir laut vor Abfahrt eingegangener eMail um 16:00Uhr hätten sein sollen. Nachdem wir am Hotelempfang einem ungläubig schauenden und nur noch ein mitleidiges Lächeln hervorbringenden Chinesen (man sah Ihm seine Gedanken: diese Langnasen sind schon ein komisches Volk förmlich an), um eine Wegbeschreibung gefragt haben und Ihm klar machten, dass wir da zu Fuß und nicht mit Taxi (da gingen Mirko und ich völlig konform) hin wollten, machten wir uns guter Dinge und voller Erlebnis- und Bewegungsdrang auf den Weg. Unser Ziel lag ca. 2 Metrostationen entfernt und mit 30min. Fußmarsch, allerdings bei fast 90% Luftfeuchtigkeit und gefühlten 30C (echte 25C), sehr schweißtreibend, zu erreichen. Wir kamen super pünktlich gegen 15:30Uhr an und wähnten uns schon im baldigen Besitz unsere Tibet-Visa und Reiseunterlagen... allerdings wähnten wir uns da wohl falsch. Der Portier sagte etwas was sich als ‚Closed’ interpretieren ließ und sprach von ‚Monday’, soviel dazu. Gefrustet und noch immer keine Ahnung habend, ob wir je an eigentliche Ziel unsere Reise kommen sollen, machten wir dann noch eine ganz wie es uns Mittlerweile seit 4 Tagen geübten China-Touristen als typisch vorkommende Erfahrung: Wir sahen neben dem ‚Cotton Club [Shanghai Edition: einfach kopiert]’ (genau wir waren im Jazz Viertel) eine ‚Bakery’, die auch zu unserer großen Freude Sandwichs führte! Wir betraten den Laden warteten auch artig bis wir an der Reihe waren und zeigten mit kräftig nickenden Köpfen auf die Sandwichs unseren Begehrens. Die Verkäuferin zeigte dann ebenso auf diese und sprach in einem nicht enden wollenden chinesischen Wortschwall auf uns ein und schüttelte den Kopf, also wir nochmals mit den Fingern genau die von uns erwählten Sandwichs angepeilt und freundlich lächeln und erwartensvoll schauend, aber Nein, weiterhin ein noch längerer jetzt auch von der Kollegin begleiteter Wortschwall und unter den Verkäuferinnen einvernehmliches Kopfschütteln in unsere Richtung... Mirko und Ich tauschen kurz völlig ratlose Blicke und sind dann Achselzuckender Weise mit leeren Mägen und tief in Gedanken darüber grübeln was wir wohl falsch gemacht haben von dannen gezogen. Mittlerweile wissen wir eine Antwort darauf: Wir haben gar nichts falsch gemacht, dass ist hier halt einfach manchmal und vor allem völlig unerwartet so! [Ich sag nur Wok-Halter, dieses Phänomen kenne ich schon zur Genüge!] Aber unserer Tibetreise hatte uns dieser Tag nicht näher gebracht. Im Hotel fand sich dann eine eMail dass wir schon um 10:00Uhr hätten da sein sollen. Dank KLM befanden wir uns zu diesem Zeitpunkt ziemlich genau über Beijing...

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