Donnerstag, April 26, 2007

Der Restaurant- und Hotel-Ausstatter

Ein wirklich schöner Laden und hätte ich nicht meinen ‚Aufpasser’ dabei gehabt, ich hätte noch mehr Schätze nach Hause getragen. Ich habe zwar kein ‚Hatori Hanso’ Beil erworben, sondern eins von der ‚Chan Chi Kee Cutlery Co.’ aus der Shanghai Street in Kowloon, Hong-Kong. Mal sehen, wie lange die Finger noch alle dran sind... Jedenfalls sollten die Geschmorten ‚Chicken Wings’ jetzt einfacher zu präparieren sein, als mit dem großen Messer! Dann gab es noch 200 Blatt Papiereinlagen für die Holz (nicht Bambus) Dampf-Gareinsätze. Damit soll verhindert werden, dass sich das Gargut an den Einsätzen vergeht. Ihre Reis Dumplinge legen selbst die billigsten Garküchen auf ein solches Papier. Natürlich gab es auch jetzt noch immer diese wahnsinns-großen Töpfe: 60cm Durchmesser bei 70cm Höhe. Gigantisch. Aber auch an den Frittier-Einsätzen für den Wok (und natürlich den verschiedenen Woks selbst (man unterscheidet den Wok mit einem Stiel+Griff von dem mit 2 Griffen)) musste ich ohne ‚Kauferlebnis’ vorbeigehen. Insgesamt ein toller Laden (Shanghai Hotel Equipment Corp., 345 Macao Road, 200060 Shanghai, Tel. 021-62669988)!

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Bye-Bye ‚Softsleeper’ and hello Tibet (dritter Anlauf)

Wie schon vermutet waren auch heute morgen keine Train-Tickets [Bahn-Fahrkarte] und sonstige Papiere am Hotel-Empfang für uns hinterlegt, aber den Weg zu Steven [Tibet Travel Eggspert] fanden unsere Füße schon fast von selbst... Dort herrschte erst Mal kurze Konfusion bis sich Steven fand, der verschwand jedoch gleich wieder, um nach 15min. mit der Nachricht wieder zu kommen, dass wir die Tickets erst in 2h hier abholen könnten. Okay, No Problem. Wir hatten ja nicht wirklich mit einem sofortigen Erfolg gerechnet. Also erstmal los Richtung Restaurant-/Hotel-Ausstatter: Mirko lag mir seit Ankunft mit dem Wunsch nach dem Erwerb eines ‚Hackebeils’ in den Ohren [ich sage nur: ‚Braised Chicken Wings’] ...ob ich mir Sorgen machen muss, aber soviel ich weiß hat er hier zumindest keine fiesen ‚Connections’ zu irgendwelchen Krematoriums-Betreibern...(Kleiner Tipp: lasst Euch besser nie mit einem Rechtsmediziner ein). Nachdem Mirko wohl schon vor einem halben Jahr fast einen Tagesausflug daraus gemacht hatte, fanden wir auch den Großhandel relativ zügig [Bebauung in zweiter Reihe in einem landestypisch bebautem Viertel, da darf man schon einmal mehr auf die Karte gucken müssen!]. Der Weg hin und zurück führte uns dann durch das echte Shanghai. Fernab des Glamour und der Glitzermeilen dahin, wo das richtige Überleben vorherrscht. Gestern hatte Mirko mich gefragt, was mich denn bisher am meisten Beeindruck hat? Genau dieser unvereinbare Kontrast Tür an Tür. Das hat mich doch umgehauen, ob die wissen was sie da tun, wenn sie solches Sozial-Gefälle auf engsten Raum zulassen? [Nicht umsonst hat Maos Weg in Shanghai begonnen, solche Kontraste gibt es hier schon seit Generationen!] Jetzt sitzen wir im Park, mümmeln Sandwichs (ja ich wagte mich tatsächlich erneut in die vormals beschrieben ‚Bakery & Cakes’ Filiale und nahm ein Sandwich in meinen Besitz, hielt es der Kassieren dann einfach vor die Nase (man ist schließlich lernfähig). Mit Genugtuung wurde es gerade verspeist – geschmacklich gesehen, hat sich der Aufwand jedoch nicht gelohnt). Im Übrigen warten wir immer noch auf die Tickets, nachdem wir nach 3h wieder bei Steven anfragten, meinte er jetzt was von ‚half an hour’ und wenn wir nicht gestorben sind, dann warten wir noch immer.

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