Donnerstag, Mai 03, 2007

Das Tibet Museum

Es liegt auf der Hand, dass es einfach bescheuert ist, in der 'Autonomen Region Tibet' in ein von den Chinesen gebautes, finanziertes und betriebenes Museum über Tibet zu gehen. Aber wir waren ja gewarnt und laut Führer sollte die Flora und Fauna Abteilung im 3ten Obergeschoss hervorragend sein. Es gab dort dann auch einige (mangelhaft) ausgestopfte Viecher, sowie eine Wandtafel mit getrockneten, Tesa-Film fixierten Fauna Beispielen. Leider war dies, im Gegensatz zum gesamten anderen Museum nur in Chinesisch beschriftet und somit für uns völlig wertlos. Neben einer ebenso unbrauchbaren Geschichte Tibets, gab es dann aber auch noch ein Modell eines Bootes: Ein mit Yak(?)-Häuten bespanntes Holzgerüst (Heutzutage würde man das wohl als Space-Frame Technologie bezeichnen). In einer kleinen Ecke gab es dann noch so etwas wie die Kulturgeschichte des Dampfgaren: Dampfgarer und Dampfgar-Einsätze aus Ton, Messing, Eisen, etc. Leider nicht immer ganz korrekt zusammengesetzt... (Die Bodenwölbung eines Toneinsatzes zeigte z.B. nach oben!) Echte Liebhaber für Details... Daneben gab es noch zahlreiche Siegel (aus Messing, Ton, Holz) und Masken, sowie einige funktionslose Musikinstrumente. Als Skurrile Randnote sei noch angemerkt, dass der 14te Dalai Lama konsequent als Reinkarnation des 13ten beschrieben wird. Zeitlich gesehen, lebten Beide, zumindest für ein paar Jahre, in demselben Gemäuer: Reinkarnation vor dem Tod, ein interessanter Ansatz!

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Donnerstag, April 26, 2007

Naturhistorisches Museum

Der Weg ins Naturhistorische Museum war steinig: Das Gebäude stammt noch aus der Kolonial-Zeit (1920) und ist seit dem auch nicht mehr renoviert oder gestrichen worden. Der einzige Führer, der das Museum erwähnt (Time Out) beschreibt es als den ehemaligen Baumwollmarkt (daher die große Eingangshalle, die jetzt mit 3 Dinosaurier-Skeletten (Brontosaurus et al.) voll gestellt ist). Aber auch in den angrenzenden Ausstellungsräumen stehen die meisten Exponate noch so, wie sie bei Errichtung des Museums (1950) positioniert wurden. Viele der Exponate sind, nach heutigem Standard eher mittelmäßige, Repliken, die z.B. bei den Schädeln unserer ‚Vorfahren’ eine Bestimmung der Nervenaustritts-Löcher nicht zulassen. Die Tarnung vieler in Diadoramen positionierter Vögel ist durch Jahrzehnte lange Berieselung mit Staub deutlich besser, als in natura. Leider war die Beschriftung überwiegend in Chinesisch, so dass der Anteil an neu gelerntem überschaubar blieb. Durch das Stativ und der schwarzen Jacke zum Ausschalten von Reflexionen, konnte ich schöne Fotos machen... Einen Kakapo gab es nicht.

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