Leider hat unser Hotel in Lhasa keinen Internet-Zugang. Aber der Portier wusste bei dem Schlagwort 'Internet' sofort worum es ging und sagte 'I show you'. Er rannte in riesen Schritten auf die Strasse in Richtung Westen. Nach ca. 100m, vor einem nicht wirklich kenntlich gemachten Eingang, sagte er nur 'here, here'. Meiner Skepsis in einen dunklen, unbeleuchteten Hauseingang zu gehen, der nach 5m nach rechts abbiegt (und wie sich dann später herausstellte in einer Holz-Treppe in den ersten Stock endet, die unter meinem Gewicht nachgab, als habe sie der Erste Dalai Lama noch selbst erbaut) rannte er in das Haus und vor einen 'Tresen' im ersten Stock. Ein paar 'qjwr hjqgrui aqfrh' später hatte ich für RMB5 90min. Internet-Zugang, an einem der ca. 60 Rechnern, in einem fast quadratischen Raum. Darin, wie hypnotisiert, eine Horde pubertierender Chinesen, die größten Teils 'Counter Strike' spielen. Damit dass richtig 'Feeling' aufkommt, sind die Fenster verdunkelt. Mit Kopfhörer von der Wirklichkeit abgeschirmt werden eigentlich kontinuierlich Befehle und Kommentare an die Mitspieler abgegeben; dies ist natürlich zusätzlich zur im Spiel eingebauten 'Chat-Funktion'. Was ich noch vergaß: China ist ja das Land der Raucher, die Luft ist hier zum Schneiden, aber man kann doch noch (gerade) einmal durch den Raum gucken. Für die Vielzahl der Rechner und die Intensität der Nutzung funktioniert die Infrastruktur hier recht vernünftig.
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