Samstag, Mai 12, 2007

Katmandu-Lhasa-Chengdu-Shanghai, Rückflug

Damit keiner denkt, ein Rückflug von Kathmandu nach Shanghai sei eine einfache Sache, hier erst einmal die geraffte Fassung: Morgens Abflug vom ‚Kathmandu International’, einem Flughafen, der Größe von ‚Braunschweig International’... (Dafür waren die Gepäckkontrollen super genau: Nach der Durchleuchtung des Handgepäcks wurde alles von Sicherheits-Personal noch einmal ausgepackt und begutachtet. Das bereits aufgegebene Gepäck wurde neben dem Flugzeug auf dem Beton platziert und man musste seine Gepäckstücke identifizieren, damit diese dann auch in das Flugzeug gepackt werden. Eine Maßnahme, die nicht gerade das Gefühl für die Sicherheit stärkt! Normal ist das sicher nicht!!!). Dann Zwischenlandung in Lhasa mit sehr schöner Panorama-Sicht auf die Stadt und anschließender Einreise-Kontrolle für die Passagiere. Erneuter ‚Security-Check’ vor dem Einchecken und ab geht es nach Chengdu. Dort musste das Gepäck in Empfang genommen werden und die Zoll-Kontrolle absolviert werden. Dann 4h auf den Flieger nach Shanghai warten (welches sch**ß Reisebüro hat eigentlich diese Verbindungen gebucht?!? (Hallo ‚Tibet Travel Expert’, ihr seid gemeint!)). Dann ab in den Flieger und 1h auf dem Rollfeld warten, da es ja zu regnen angefangen hat (dort regnet es jeden Tag, deshalb ist es dort ja auch so grün!!) und man bei sooo einem Regen nicht starten mochte. Immerhin haben die ‚Saftschubsen’ (die waren wirklich unglaublich unfreundlich und verdienen diese Beschimpfung) schon während des Wartens auf dem Rollfeld mit der 'Essens-Ausgabe angefangen. Als wir dann endlich gestartet sind, hatten alle ihr Essen, aber nur die Hälfte ihr Trinken. Ein schönes Durcheinander, aber mal ganz schön, so mit vollem Mund und kauend zu starten. Immerhin mussten wir, natürlich zu unserer eigenen Sicherheit, die Tabletts während des Starts hochklappen!?! Wir produzieren Sicherheit... Angekommen in ‚Pudong International’ sind wir dann um halb 2, da fuhr dann auch keine Maglev mehr (zum Glück). Mit dem stink normalen 'Santana-Taxi' sind wir dann zu dem ‚Hotel’ vom Anfang der Reise gefahren. Dort erwartete man uns schon(!), hatte man uns doch nach den guten Erfahrungen vom letzten Mal, diesmal ein Appartement im höchsten (25ten, allerdings: Erdgeschoß ist Nr. 1, keine 4te und 14te Etage) Stockwerk reserviert. Und wirklich, das ist purer Luxus: Flauschig weicher Teppich, mittels Panorama-Glasscheibe getrennte Schlaf- und Wohnzimmer (Fernsehgucken vom Bett aus möglich!) etc. Und das Internet funktionierte auch so wie man es als verwöhnter DSL-Nutzer gewohnt ist. Wie gesagt, purer Luxus, um kurz vor 04:00Uhr, nachdem ich die Nachrichten der letzten Tage aufgearbeitet (und ein paar Berichte gepostet) hatte, bin ich dann auch ins Bett gekommen...

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Kathmandu, Nepal

Schon aufgrund des edlen Hotels (Crowne Plaza Resort) kam man sich in Kathmandu wie im Westen vor. In der Stadt fand sich ein buntes Gemisch an Rassen, die in ihren ethnisch geprägten Gewändern herumliefen. Darunter gemischt eine unglaubliche Zahl an Polizisten (dunkel-/hell-blau und schwarz gemusterte Tarnanzüge) und Soldaten (dukel-/hell-grün und schwarz gemusterte Tarnanzüge). Daneben aber auch noch zahlreiche Polizisten in ‚Parade-Uniform’. Alle guter Laune und willens, den fremden zu helfen (und sie sprechen alle Englisch!). Auf der Suche nach dem Gewürz-Markt sind wir natürlich erst einmal in die falsche Richtung gegangen, um dann einmal diagonal, dem Markt folgend, durch die alte Stadt zu schlendern. Den Gewürz-Markt haben wir zwar gefunden, die Auswahl war aber derart beschränkt, dass wir in der Küche nicht anbauen müssen... Nach dem Mittag haben wir dann noch den nördlichen Teil des Marktes, mit seinen zahlreichen Musikalien-Geschäften und Buchläden durchstöbert. Auffallend war wie große Zahl an Läden mit gebrauchten Büchern. Auch schienen die Läden alle ein etwas anderes Grund-Sortiment zu haben. Jedenfalls haben wir in genau dem letzten Buchladen unsere 5te Mt. Everest-Karte erstanden und die bildet auch genau beide Seiten der Gebirgskette topografisch ab. Eine nicht ganz so schön gearbeitete Karte, die jedoch eine hervorragende Markierung der unterschiedlichen ‚Base-Camps’ und ‚Camps’ enthält, hatten wir schon früher gefunden. Jetzt fehlt nur noch unsere Synthese. Mit einem ‚echten’ Nepalesischen Essen (ja, man will sich hier definitiv von den Indern abgrenzen, auch wenn es essenstechnisch praktisch keine Grenze gibt. Bei der Einreise darf man auch nur maximal 100 indische Rupien einführen...) wurde der Abend beendet.

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Lhasa-Shigatse-Tingri-Base Camp(CN)-Zhangnu-Katmandu, Last Leg

Friendship Bridge. Hört sich ja vom Namen her erst einmal toll an: ‚Friendship Bridge’, Brücke der Freundschaft. Sie ist es, die die ‚ART’ (Autonome Region Tibet) mit den Königreich Nepal verbindet. Die Freundschaft scheint sich jedoch nur auf LKW zu beziehen: Andere chinesische Fahrzeuge dürfen nämlich nicht nach Nepal und umgekehrt. Auch scheint die Reise von Einheimischen strengen Reglementierungen unterworfen zu sein. Wir wurden jedenfalls von den Fahrern bis zur Brücke gefahren und mussten uns dann den Mittelsmann suchen, der uns über die Brücke bringen und den Ablauf bei den Nepalesen erklären bzw. uns dort durch die Formalitäten schleusen sollte. Nachdem wir die Visa Formalitäten (ein Passbild, ein DIN-A4 Bogen und für 2 Tage KEINE Gebühren!! (die sind clever!)) erledigt hatten, wurden wir direkt dem neuen Führer und ‚seinem’ Fahrer übergeben. Damit waren wir auch in einer anderen Welt: hier spricht jeder englisch, das man auch verstehen kann, ist bunt gekleidet, die Landschaft ist grün, es liegt kein Müll auf den Straßen oder an den Hängen... Beim Essen nach 50 gefahrenen Kilometern (2h! Fahrzeit) saßen wir auf der Terrasse an einem Hang, mit einem, leider weitgehend Wolken-Verhangenen, Panorama-Blick auf das Himalayla-Massiv fühlte man sich, trotz des deutlichen indischen Einflusses in der Speisenwahl, im Westen. Die Strapazen und Entbehrungen von Tibet lagen vermeintlich Millionen Meilen und Wochen zurück.

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Dienstag, April 24, 2007

Tibet Exkursion

Tibet in Shanghai: Büro Tibet Travel ExpertEs gab schon einen kleinen Vorgeschmack auf Tibet: Als wir unsere Tour nun endlich in dem Büro in persona bestätigen wollten (und bezahlen mussten), war dies wie eine Zeitreise: Der ‚Qihua Tower’ (für die Klugscheißer unter uns: ja, ohne ‚u’) ist zwar kein Wolkenkratzer, den man kennen müsste, hoch ist er schon (23 Stockwerke, natürlich ohne 4ten, dafür mit 13tem und das Erdgeschoss zählt als 1stes Geschoss und befindet sich ca. 5m über dem Straßen-Level) und Treppe nebst Eingang und Foyer ist edel in weißem Marmor verkleidet. Im 2ten Stockwerk ist das gesuchte Büro, das wir aufgrund der vom Foyer nicht zugänglichem Treppenhaus mit dem gläsernen Fahrstuhl erreichten. Tritt man durch die makellos saubere Glastür und fühlt man sich wie in einem Beduinen-Zelt (heißt dort sicher anders, ich bin aber nur für das Programm in Shanghai verantwortlich...). Wirklich ein wenig wie eine Zeit-/Raum-Reise. Verlassen haben wir das ‚Büro’ (mit Kontrakt über Zug-, Land-Cruiser- und Flug-Reise (Shanghai-Lhasa, Lhasa-Katmandu, Katmandu-Shanghai) mit Übernachtungen in ‚landestypischen Unterkünften’) dann durch den Hinterausgang, ohne Marmor, ohne Farbe, ohne Wachpersonal...

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