Mittwoch, November 14, 2007

Hochhäuser, die zweite

Hochhaus mit KunstDas die Taxi-Fahrer hier nicht immer genau wissen wo sie hinfahren müssen und es auch mit den Verkehrsregeln nicht so genau nehmen habe ich an dieser Stelle schon öfters berichtet. Die einzige Verkehrsregel die mittlerweile wirklich beachtet wird, ist die Rote Ampel! Da wird eher gebremst als beschleunigt. Jedenfalls habe ich es wieder einmal einer dieser Irrfahrten zu verdanken, einen ganz neuen Stadtteil kennengelernt zu haben. Dabei gab es auch wieder ein paar neue Hochhäuser zu bewundern, diesmal mit einem eingebautem Glaswürfel (rechte Seite, oberes Drittel) und einer schrägen Front. Wirklich beeindruckend. Hochhaus als PilzEin paar Kilometer weiter gab es dann wieder einen Hochhaus als ‚Work in Progress’: Das Penthouse ist schon fertig, und bezogen, darunter das Bambus-Gerüst mit der grünen Verkleidung von innen für den Ausbau bis zum den unteren Stockwerken hinab, aber nicht ganz bis zum Erdgeschoss. Nur einige Minuten später fuhr der Taxifahrer an der Ausfahrt vorbei, die ernehmen wollte, machte eine Vollbremsung bis zum Stillstand, legte den Rückwärtsgang ein. Wir befanden uns ca. 100m hinter der Ausfahrt auf der linken Spur. Langsam fuhr der Fahrer, mein Fahrer, rückwärts gegen den zäh fließenden Verkehr, bis er gerade so auf die Ausfahrt fahren konnte. Ich kann bestätigen, dass die Hupen und Fernlichter an allen vorbeifahrenden Autos hervorragend funktioniert haben. Der Fahrer reagiert auf gar nichts: kein NO! Etc. Das war einfach nur lebensmüde!

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Dienstag, Mai 01, 2007

L(h)asa:Eine Ankunft wie wir sie uns nicht vorstellten

Uff... Nie wieder Zugfahren... (da wir vermutlich zu schnell (hahaha) waren, blieb der Zug zu meiner Verzueckung ca. 2km vorm Endbahnhof in Lhasa stehen. Damit man, den offiziellen staatlich Zeitplan ja nicht durcheinander bringt, warteten wir halt gut eine dreiviertel Stunde an einer Rangierstelle... great). Aber dann war es endlich geschafft und wir betraten den Boden, der ehemals 'Verbotenen Stadt'. (Obwohl der Bahnhof liegt soweit ausserhalb, dass da damals vermutlich nur Brachland war.) Nach dem obligatorischen Ankunftsfoto vor dem Zug, ging es erstmal ans Schilder lesen, die die 'Guides' vornehmlich in chinesisch hoch hielten. Man hatte uns ja zu gesichert, dass wir erwartet werden. Aber es war kein 'Guide' mit entsprechendem Schild zu sehen (oder wir erkannten es nur nicht als solches). Kurze Unentschlossenheit setzte ein. Dann erspaehten wir jedoch eine Gruppe, die wir, sowohl aus dem Travel Expert Office, als auch aus dem Zug kannten. Diese hatten zwar etwas anderes als wir gebucht, allerdings wurden sie, mit einem Minivan abgeholt. (Was haben die, was wir nicht haben, grummel?). Der Minivan, war leider wirklich zu mini, aber wir erhielten von deren Guide einige Infos, die unser weiteres Vorankommen erleichterten (unter anderen, dass die Fahrt bis zu unserem Hotel maximal 30 Jyan kosten sollte). Also wir erstmal ein Taxi gesucht. Der Fahrer brachte uns (an einem Unfall mit Taxi und Minivan-Taxi vorbeifahrend heile zu unserem Hotel...ignorierte aber Mirkos Hinweis am Anfang das der Taxomat auf 80 stand voellig. Am Hotel angekommen, zeigte er dann 105 an, so dass wir auch bereit gewesen waeren 40 zu zahlen, aber keine 105...NEVER. Also erbrannte an der Rezeption, die natuerlich auch nicht so recht ueber unsere Buchung bescheid wussten (aber das stoerte uns schon gar nicht mehr so), parallel zur Klaerung der Reservierung ein Streit ueber die Fahrtkosten. Mit den bescheidenen Englischkenntnissen der Empfangsdame und des sehr netten und hilfsbereiten Portier, der dann einen jungen Police-Officer hinzuzog, einigten wir uns auf 50Jyan...Mit dem Zimmer fuer vier Naechte klappe es dann nach einer weiteren halben Stunde und einiger Telefonate die wir nicht verstehen konnten dann auch...

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Sonntag, April 22, 2007

Erste Eindrücke oder wie man sich doch täuschen kann.

Warten in AmsterdamUff..., war der Flug nach Amsterdam noch gemütlich und die 5h Wartezeit (dank einer 2h nach hinten verschobenen Abflugszeit) rasch vergangen, schien der Flug nach Shanghai kein Ende zu nehmen. Wie macht Mirko das nur: Kaum war das Essen vorbei schlief er auch schon und ich? Da hatte ich mir nach kurzer ‚Diskussion’ den Fensterplatz ergattert und mich schon gewundert wie kampflos das ging...bemerkte ich auch schon meinen faux pas. Erstens war es schnell dunkel (wie überraschend wenn man um 20:00 gen Osten abfliegt) und zweitens musste ich gleich 2 Leute zum Aufstehen bewegen, wenn ich mal raus wollte. (Toll, an alle die mich kennen, könnt Ihr Euch vorstellen, wie dass für mich war mich nicht ständig und sei´s nur für kurz bewegen zu können -–HORROR--). So saß ich dann zwischen Mirko und Flugzeugwand eingekeilt und kämpfte gegen eine mir bis dato noch unbekannte Klaustrophobie an. Aber irgendwann hatte der Flug ein Ende und ich war ‚befreit’. Mit diesem glücklichen Gefühl ging’s erstmal durch die Kontrollen und dann zur Entscheidung Maglev „‚yes’, ‚yes’, ‚yes’“ [die Maglev-Sirenen] oder Taxi. Der Pragmatismus siegte, denn irgendwie hatte Mirko zwar noch ein Hotel gebucht, aber so richtig wussten wir nicht wo das liegen sollte und so ein entscheidendes Detail wie eine Karte fehlte uns auch. Also gleich ganz entspannt (schließlich war der Flug vorbei und ich bin nicht abgestürzt) zum Taxistand...die trillernden Maglev-Gratien (jetzt vor der Inlands-Ankunft natürlich auf chinesisch) links stehen lassend....hihi...hätte vielleicht etwas genauer drüber nachdenken sollen...wer hatte in Hamburg denn mal innerhalb von 10 Tagen zweimal in einem Taxi als Fahrgast sitzend einen Unfall ...öhm...aber daran sollte ich mich bald erinnern. Das Taxi hab ich mir dann auch in etwa so vorgestellt (gefühlt mindestens 20Jahre alt, keine Gurte, aber Thermos-Kanne, Grüner Tee, Wasser und Essensutensilien). Der Fahrer (immerhin drei Sterne...die mit Englisch-Kenntnissen haben 5) rief dann auch gleich beim Hotel an und fragte, wo er hin muss, da er weder englisch reden noch unsere Schrift (nein, Ihr Lieben es geht nicht um meine Handschrift) lesen konnte; aber sein Lösungsansatz stimmte mich doch erstmal vertrauensvoll ...ich Naivling. Ja, was dann kam lässt sich nicht wirklich beschreiben...nach mindestens drei so gut wie sicher Crashs mit Lkws und 20 beinahe Crashs mit anderen rasenden Taxis und sicher 50 Chinesen/innen, die nur Ihrer eigenen Schnelligkeit und Gewandtheit verdanken, dass Sie nicht überfahren wurden, gelangten wir tatsächlich - ohne überholt worden zu sein - an unser Hotel und der Fahrer war sichtlich stolz auf sich, dass er uns an unser Ziel gebracht hatte und lächelt glücklich...und ich lächelte froh, wenn auch aus gänzlich anderem Motiv zurück. So nur fürs Protokoll: Ich werde nie wieder Angst vorm fliegen haben...aber ob ich hier je wieder ein Minibus-Taxi besteige??? [Die Santana-Taxis sind auch nicht besser, nur hat man da, aufgrund der fehlenden Höhe, nicht so den Überblick.]

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Deployed

Abfahrt Hamburg FlughafenNach einem Flug, den selbst Air India besser hin bekommen hätte (2h Verspätung um dann doch 30min früher das Boarding zu beginnen, unfreundlichste ‚Saftschubsen’), wird KLM die neuste zu vermeidende Fluglinie. Auch wenn meiner ‚Begleitung’ der Flug etwas arg lang war und sie eigentlich nur noch schlafen wollte, bot der Taxi-Fahrer (Hyndai, Micro-Bus, da man mit 2 Rucksäcken natürlich nicht in einen Santana X000 einsteigen darf) alle seine Fahrkünste auf, incl. Überholen auf 5! Spuren (Ausfahrt, was ist das schon, eben eine weitere Spur, die man sinnvoll nutzen kann!), so dass Silke bei Ankunft im Hotel wieder total wach war. Ein Kommentar war noch: „Ich dachte Du hättest übertrieben, was die Fahrkünste angeht“. So konnten wir noch ein paar Sehenswürdigkeiten der Stadt abarbeiten (Premier Food Court, Computer Hardware Tempel, das Tibet Tourism Bureau hatte schon geschlossen). Nur deshalb sind wir jetzt auch schon ‚Drin’: Das ‚Free WLan in all Rooms’ muss hier ein Akronym für ‚Datensteckdose in der Wand und gegen extra Kohle auch Internet’ sein. Immerhin haben wir den PC-Card (aka PCMCIA) to Ethernet Adapter in Deutsch/Englisch/Chinesischer Kooperation (einem Dank dem älteren chinesischen Kunden, der uns behilflich war! Laut Silke war es der einzige im ganzen Kaufhaus der älter war als ich...) erstanden! Nach einem opulenten Sushi Mahl war dann der Tag aber doch um 18:30Uhr Ortszeit zu Ende.

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